GENETISCHER ZWILLING GEFUNDEN

Der kleine Leukämiekämpfer Bruno erhält endlich gesunde Stammzellen

Nach mehr als zweieinhalb Jahren in denen der kleine Star Wars Fan Bruno aus der Nähe von Chemnitz gegen die bösen Zellen in seinem Körper kämpft, wird sein genetischer Zwilling gefunden. Jetzt erhält Bruno eine Stammzellspende.
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25.02.2025

Endlich gibt es den galaktischen Helden, der Bruno helfen kann, gesund zu werden. Die Erleichterung war groß, als feststand, es gibt diese eine Person und sie ist wirklich bereit Stammzellen zu spenden. Der Weg, der nach dieser Nachricht für Bruno folgte, ist aber nochmal voller großer Steine und Gipfel, die er tapfer aus dem Weg räumt oder erklimmt. Wir dürfen euch heute ein Stück mitnehmen durch diese Tage und vielleicht könnt ihr ja in den nächsten Tagen an Bruno denken, denn die neuen Zellen finden nun ihren Weg und Bruno braucht jetzt nochmal all seine Superkräfte.

Brunos harter Weg bis zur Stammzellspende

Bruno hat eh schon eine schwere Form von Leukämie und muss daher eine sehr intensive Behandlung ganz tapfer ertragen. In der Vorbereitung auf die Stammzellspende müssen nun wirklich alle bösen Krebszellen gelöscht werden und Bruno muss dem blöden Krebs in seinem Körper noch einmal den Kampf ansagen. Wie gut, dass er mal sagte: Ich trete dem Krebs in den Hintern, denn genau das tut er jetzt!

Es würde kein kleiner Text reichen, um all Brunos Behandlungen und Untersuchungen aufzuzählen. Eine Lumbalpunktion folgt auf die andere, MRT, CT, Chemotherapie, 24 Stunden Infusionen, Immungluboline, Strahlentherapie und immer wieder Nebenwirkung gefolgt von Nebenwirkung. Zwischen den Einheiten gibt es auch mal 2 Wochen Pause und Bruno, seine Mama Denise und sein Bruder Rocco können Zeit miteinander verbringen - aber auch in dieser Zeit muss Bruno zum Zahnarzt, weil die Zähne so angegriffen sind, zum Augenarzt, weil die Augen so empfindlich geworden sind, zum HNO Arzt, zum EEG, zu neurologischen Tests und uff, die Liste ist lang. Zwischen all diesen Sachen ist dann manchmal das vermeintlich Kleine manchmal das Schwierigste. Wenn das Pflaster gewechselt wird, was Brunos Katheter festhält, gruselt es ihn. Er reagiert auf Pflaster und dann immer wieder dieses Gefühl... es ist einfach so doof, er möchte es nicht, hat Angst, aber Mama Denise spricht ihm immer wieder Mut zu, bis auch diese Prozedur wieder und wieder geschafft ist.

Löwenmama Denise ist Brunos Fels in der Brandung

Wenn alles doof ist und das Essen immer schwerer wird, weil auch die ganze Speiseröhre und der Bauch so angegriffen sind, hilft es, wenn die Köche seiner KiTa extra für ihn seine Lieblingssauce kochen und er sie im Krankenhaus oder zu Hause essen kann. Leider hat Bruno jetzt sogar vorübergehend eine Magensonde erhalten und auch das tut weh. Aber es sind die letzten Tage, bis seine neuen Zellen helfen, ihn endlich gesünder werden zu lassen. Und so wird er sich auch jetzt durchkämpfen, wie er es immer tut. Und seine Mama, sein Bruder und sein Onkel werden schützend, aufmunternd und voller Wärme an seiner Seite sein.

An seinem Geburtstag wollte Bruno aber dann wirklich alles hinter sich lassen, kein Krankenhaus, kein Pieks, sondern einfach mal wieder nur Kind sein und ein Abenteuer erleben. Und dieser Wunsch sollte ihm erfüllt werden. Er durfte auf dem Kran eines Feuerwehr Autos nach oben in die Luft schweben (Auch dafür braucht man ganz viel Mut, aber den hat Bruno ja längst bewiesen). Von oben sehen die Probleme kleiner aus und Bruno kann ganz frei sein. Im Krankenhaus selbst, liest die Familie jeden Tag einen Brief, den sie bekommen, viele Menschen denken an sie, fühlen mit und glauben an Bruno.

„Die Zellen richten sich jetzt ihre Wohnung in deinem Körper ein, dabei wird auch gehämmert, aber irgendwann ist es geschafft und die Wohnung ist wunderschön und du wirst gesund“

Von Stammzellen, die ihr Zuhause einrichten und die Leukämie besiegen

Aber wie kann sich Bruno nun überhaupt vorstellen, dass die neue Zellen seinen Körper gesund machen? Denise erklärt es ihrem Kind mit einer liebevollen Geschichte und die geht so: Die Stammzellen ziehen in ihre neue Wohnung und da ist Brunos Körper. Beim Einzug kann da schon mal manches Geruckel entstehen, es wird gehämmert und geklopft, es liegt noch ein bisschen Schmutz rum. Aber Schritt für Schritt wird gestrichen und Bilder werden an die Wand gehängt und dann wird es ein schönes Zuhause sein und Bruno wird das merken, weil es ihm immer besser gehen wird.

Und dann nimmt "Camillo Pastillo", eine Tablette in roten Gummistiefeln und mit roter Brille, Bruno in einem Buch noch mit in eine Reise in den eigenen Körper. Da begegnet man vielen Zellen und man versteht, warum es einem geht, wie es einem geht und Bruno lernt, dass das nur vorübergehend ist, bis alles aufgeräumt ist. Bruno mag übrigens die Fettzellen besonders gern, weil sie so schöne viele runde Wellen haben und die Zellen in den Nieren sehen aus wie von der Müllabfuhr, das bringt ihn zum Lächeln und das steckt dann wieder alle an.

Wir glauben ganz fest an Bruno und seine neuen Superzellen, wir sind Gedanken voll bei dir, kleiner Kämpfer mit dem kleinen süßen Schalk im Nacken und bei deiner Löwenmama.

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